




"camerawork": jonathan (camera: koka varde, made in latvia)
model: anabel
cardigan: original marines
pants: no-name









2004 konnten wir zwei altbauwohnungen erwerben, eine ganze etage. die wohnungen wurden wegen einer insolvenz versteigert, und keiner wollte sie wirklich haben.
das haus ist um 1914 erbaut; die planung der wohnungen - katastrophal: ein langer schlauch (gang) mit vielen zimmertüren an einer seite - schlafzimmer, küche, esszimmer, wohnzimmer, bad und ein kleines fensterloses „kämmerle“...
was ich überhaupt nicht leiden kann, ist - alleine in der küche verschwinden zu müssen während die restliche familie oder gäste im ess- oder wohnzimmer sich unterhalten, oder daß ich die kinder nicht im auge habe.
wir erkundigten uns beim statiker und bauingenieur, und als uns versichert wurde, daß dem herausnehmen nichttragender wände nichts widerspricht (man müsse nur fachgerecht stahlträger einbauen), entschieden wir uns für den kauf beider wohnungen. wir brachen die wand durch und hatten damit gleich etwa 170 qm für uns allein!
die eine wohnung (zur straßenseite) „entkernten“ wir komplett, ließen die küche, eßzimmer und wohnzimmer in einander fließen und entfernten die wand zum gang, so daß dieser teil des wohnraums wurde. damit entstand ein gefühl von großzügigkeit, ein hauch von „loft living“ - das mit dem freilegen einiger ziegelwände noch verstärkt wurde.
das ehemalige „eßzimmer“ beinhaltet auch die sitzgruppe (alte clubsessel) am holzofen und erfüllt damit eine weitere funktion des wohnzimmers. es ist eines der lieblingsplätze: kuschelig im winter vor dem feuer...
blick aufs wohnzimmer hinter dem frei im raum stehenden kamin.
der kamin von der anderen seite (aus dem wohnzimmer aus gesehen).

blick vom eßzimmer auf den gang mit dem stahl-apothekerschränkchen.
das ehemalige bahnsteigschild „göppingen“ schenkte ich meinem mann letztes jahr zu weihnachten (in dieser stadt befindet sich die firma, für die er momentan arbeitet).
purvciems - ein wohnviertel in riga, hauptsächlich mit plattenbau-wohnhäusern aus der sowietzeit bebaut.
eine seite des schlafzimmers mit einem grossen, breiten spiegel und einer alten kommode. die wandfarbe ist gesättigtes ziegelrot
schlafzimmerfenster mit der geige des architekten und einer seiner zeichnungen
schöne schattenspiele an der wand über omas bett (in der wand befindet sich die fast unsichtbare tür zu einem eingebauten kleiderschrank)
die schachbrettmusterwand ist ein gedulds- und präzisionmeisterstück, entstanden in der zusammenarbeit von vater und tochter
und noch zwei kunstwerke: "mamas portrait" (knetmasse), und
ieva jansone, a visual artist "with migration background", currently based in berlin. world's citizen and homesick forever.