

i bought this book 2003 as a gift to bring back home from my trip to america for paul (who was 10 at that time). (can't believe it's almost ten years ago! but the contents of the book is still up-to-date ;)
lost and found - ein buch von oliver jeffers. glanzüberzogener pappkarton, runde ecken. und die grafik, und die geschichte selbst... mmmh...
der pinguin muss sich verlaufen haben, denkt sich der junge, und bringt ihn zum fundbüro. doch keiner hat einen verlorenen pinguin gemeldet.
er fragt ein groooooosses schiff, ob es den pinguin mitnehmen könne. aber das schiff ist viel zu gross, der junge viel zu klein, und keiner hört seine stimme.
er rudert und rudert, ganz alleine, und es macht keinen sinn geschichten zu erzählen, weil ja keiner da ist, um sie zu hören.
und langsam dämmert es ihm: der pinguin hatte sich gar nicht verlaufen; er war EINSAM!!!
another book of eric carle! (today is monday)
die bücher sind meistens aufwändig designed, mit viel liebe zum detail. wie, zum beispiel, in the very busy spider - das spinnennetz ist reliefartig glänzend aufgedruckt - eine kleinigkeit, die auf dem ersten blick gar nicht auffällt...
the very hungry catterpillar ist ja der klassiker schlecht hin. es gibt ihn sogar auf arabisch - habe ich kürzlich bei amazon entdeckt! den möchte ich haben! auf deutsch und auf englisch habe ich schon. auf französisch wäre noch schön... und eigentlich auf allen möglichen anderen sprachen :) es macht spaß, den einfachen text - der ja zum großteil aus wochentagen und lebensmittelbezeichnungen besteht - in vielen fremdsprachen durchzulesen!
(im vordergrund: the bad-tempered ladybird)


Dinge ... besitzen formatierende Kraft. (..) Sie stärken oder erweitern die Identität des Individuums, indem sie die Rolle von Therapeuten, Trainern oder besten Freundinnen einnehmen. (..)
Und wie ein Spielfilm oder eine Erzählung Phantasien stimuliert, malt mancher sich das eigene Leben ausgehend von einem Anzug oder einer Espressomaschine als Erfolgsstory aus und träumt seine Träume etwas schärfer konturiert als sonst. Wer erst einmal darauf achtet, wird bemerken, wie häufig Menschen in Warenhäusern oder Geschäften etwas in die Hand nehmen, es vor sich halten und versonnen darauf blicken: Sie träumen gerade, in Empathie verfallen wie Leser eines Romans. Erst recht werden von den Spiegeln von Umkleidekabinen alternative Lebensläufe skizziert.
Das erklärt auch, warum viele - meist Jüngere - "Shopping" genauso als Hobby angeben wie Reisen oder Musikhören und warum sie darin ebenso selbstverständlich eine Lieblingsbeschäftigung gefunden haben wie frühere Generationen im Lesen oder in Theaterbesuchen: Es ist Unterhaltung im Dialog mit sich selbst, die man so genießen kann, und damit eine angenehme Form, die eigene Individualität zu gestalten und über Schwächen und Ängste hinwegzufiktionalisieren.
Wolfgang Ulrich "Auf dem Weg zum Konsumbürgertum: Was Menschen mit Dingen und Dinge mit Menschen tun" - aus dem Buch "Kampf der Dinge", herausgegeben vom Werkbundarchiv - Museum der Dinge
ieva jansone, a visual artist "with migration background", currently based in berlin. world's citizen and homesick forever.